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Feierliche Eröffnung der nestwärme Kinderkrippe am 30.11.2007


Foto: v.l. Geschäftsführerin Elisabeth Schuh, Teamleiterin Daniela Lambio, Landrat Günther Schartz, Petra Moske (nestwärme e.V.) und Bürgermeister Georg Bernarding eröffnen die integrative Krippe

Programm von 15.00 bis ca. 19.00 Uhr:

  • Begrüßung durch Elisabeth Schuh (Geschäftsführerin nestwärme gGmbH) und Petra Moske (1.Vorsitzende nestwärme e.V. Deutschland)
  • Grußworte von:
    Marita Boos-Waidosch (Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen)
    Günther Schartz (Landrat Kreis Trier-Saarburg) 
    Georg Bernading (Bürgermeister der Stadt Trier)
  • Anschließende Besichtigung der Kinderkrippe
    und gemütliches Beisammensein bis in den abend. Wir laden Sie ein zum Ende eines erfüllten Jahres, bei voradventlicher Atmosphäre voller nestwärme, mit uns zu feiern. Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt.
  • 16.00 Uhr: Diashow
    Erstes Familien-Freizeit-Wochenende in Horath, September 2007

Wir danken in diesem Rahmen ganz herzlich unseren Sponsoren, die uns bei der Realisierung der Kinderkrippe so freundlich unterstützt haben.

Für jene, die noch nach einem geeigneten Eröffnungsgeschenk suchen, haben wir bei den beiden Kinderspielzeuggeschäften Kreisel und Rappelkiste Geschenktische zusammengestellt.

 

Hier einige Impressionen des Abends:
(Zur Vergrößerung einfach auf die Fotos klicken!)











 

 

Grußwort der Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen Frau Marita Boss-Waidosch zur anlässlich der Einweihung der Kinderkrippe der nestwärme Trier e.V. Deutschland am 30.11.2007


Sehr geehrte Damen und Herren,


auch wenn ich leider nicht persönlich bei Ihnen sein kann, möchte ich mich ganz herzlich für die Einladung zur offiziellen Eröffnung Ihrer Kinderkrippe bedanken.
Gerne überbringe ich Ihnen auch die herzlichen Grüße und guten Wünsche der Sozial- und Familienministerin Malu Dreyer, von Herrn Staatssekretär Christoph Habermann, der Bildungs- und Jugendministerin Frau Ministerin Doris Ahnen und Frau Staatssekretärin Vera Reiß.


Anfang September habe ich die Funktion der Beauftragten für die Belange behinderter Menschen des Landes Rheinland-Pfalz übernommen. Bisher wurden die Aufgaben des Landesbeauftragten durch den Staatsekretär wahrgenommen. Diese Aufgabe wird jetzt eigenständig gestaltet, wodurch die Politik für behinderte Menschen gestärkt wird. Krankheitsbedingt kann ich jedoch bedauerlicherweise diese wichtige und reizvolle Arbeit nicht weiterführen. Herr Ottmar Miles-Paul wird deshalb zum 1. Januar 2008 meine Nachfolge antreten.


„Teilhabe verwirklichen, Gleichstellung durchsetzen und Selbstbestimmung ermöglichen“ sind die Leitsätze der Politik für und mit Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz. Ich begrüße daher alle Bestrebungen, die die Integration von Menschen mit Behinderungen fördern und unterstützen. Je früher dies beginnt, umso selbstverständlicher wird das Zusammenleben von behinderten und nicht behinderten Menschen. Deshalb ist die integrative Betreuung von Kindern besonders wichtig.


Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die integrative Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen im Vorschulalter zugenommen hat. Diese Entwicklung freut mich ganz besonders, denn die Vorzüge einer integrativen Betreuung liegen auf der Hand: Kinder mit Behinderungen erfahren durch das Zusammenleben mit nicht behinderten Kindern Entwicklungsanreize in großer Vielfalt. Für alle Kinder wird es zu einer Selbstverständlichkeit, mit Menschen unterschiedlicher Möglichkeiten und Fähigkeiten zusammen zu sein. Sie lernen gegenseitig Rücksicht zu nehmen, Toleranz zu üben und mit ihren Stärken und Schwächen umzugehen.


Daraus kann sich aus einem noch immer von Unsicherheiten und Vorurteilen belasteten Nebeneinander ein unbelastetes Miteinander entwickeln.
Die am 1. August 2007 in Betrieb genommene Kinderkrippe eröffnet die Möglichkeit, Integration bereits im Kleinstkindalter, also „von Anfang an“ zu leben. Damit stellt die Kinderkrippe der Nestwärme Trier e. V. etwas Besonderes dar – ist sie doch die erste Einrichtung, die von Anbeginn ein integratives Angebot für die Altergruppe der Jüngsten anbietet. Das integrative Konzept ermöglicht die gemeinsame Betreuung von gesunden, chronisch kranken und behinderten Kindern im Alter von zwei Monaten bis drei Jahren. Dieser Ansatz wird von mir voll und ganz unterstützt.


Im Sinne des Normalitätsgedankens freut es mich, dass die Einrichtung der Kinderkrippe auf der Grundlage des Kindertagesstättengesetzes erfolgen konnte. In jeder der drei Krippengruppen können bis zu drei schwerstpflegebedürftige Kinder oder Kinder mit Behinderungen aufgenommen werden. Alle Kinder, so verschieden sie auch sind, werden in ihrer Entwicklung gefördert, erhalten Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangebote - und dies in einer Atmosphäre der Geborgenheit, Sicherheit und Nestwärme. Eltern erfahren eine Unterstützung in ihrer Verantwortung oder in der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben.


Es gibt einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass es notwendig geworden ist, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit in einem noch stärkeren Maße zu ermöglichen, als dies bislang geschah. Die rheinlandpfälzische Landesregierung trägt dieser Entwicklung mit dem Programm „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“ Rechnung. Mit diesem Programm wird die Betreuung von Kleinkindern nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ weiter ausgebaut. Die Einrichtung der Kinderkrippe mit integrativen Plätzen begrüßt die rheinland-pfälzische Landesregierung nicht zuletzt auch vor diesem Hintergrund.


Bei dem Bemühen, Kindern mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen die Teilhabe am Leben inmitten unserer Gesellschaft zu ermöglichen, leistet die Nestwärme in Trier einen wertvollen Beitrag. Ich möchte deshalb nicht schließen, ohne mich bei allen zu bedanken, die hierbei mitwirken.


Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg bei ihrer weiteren Arbeit und der Veranstaltung einen guten Verlauf.

 

 

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